AllgemeinesSeit 01.04.2002 besteht die Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie an der Darmstädter Kinderklinik Prinzessin Margaret. Sie wurde von Dr. Khalik, Kinderarzt, Kinder- u. Jugendpsychiater u. Psychoanalytiker aufgebaut und unterhält eine Ambulanz (vorwiegend zur allgemeinen, insbes. praestationären Diagnostik) sowie eine Station mit 12 Betten. Eine gesonderte Tagesklinik befindet sich im Aufbau und soll später einmal 10 Plätze vorhalten. Seit dem 1.2.07 wird die Abteilung geleitet von Dr. med. Norbert Kohl, Kinderarzt, Kinder- u. Jugendpsychiater u. Psychotherapeut. In einem interdisziplinären Therapeuten-Team arbeiten Kinderärzte, Kinderpsychiater, Diplom-Psychologinnen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen, Dipl.-Sozialpädagoginnen sowie eine Kunsttherapeutin und ein Musiktherapeut zusammen. Die Mitarbeiter verfügen über verschiedene therapeutische Zusatzausbildungen, u.a. in Psychoanalyse bzw. tiefenpsychologisch orientierter Psychotherapie, Familientherapie, Traumatherapie, systemischer Therapie, Verhaltenstherapie, Entspannungstherapie und Autogenem Training. Zum Team gehören auch Ausbildungskandiaten der verschiedenen Institute für Kinderpsychotherapie (Institut für psychoanalytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie in Frankfurt, Adler-Institut in Mainz, Wiesbadener Akademie für Psychotherapie), die regelmässig für 6-12 Monate hospitieren. Die stationäre Betreuung erfolgt durch Kinderkrankenschwestern u. -pfleger sowie Erzieherinnen, Sozialpädagoginnen im Anerkennungsjahr, Praktikantinnen, FSJ-lerinnen und Zivildienstleistende. Geleitet wird die Station von einer Kinderkrankenschwester, die gleichzeitig Diplom-Pädagogin ist. Physiotherapie, Bewegungs- und Ernährungstherapie sowie pädagogisch-kreative Angebote der Mitarbeiter (z.B. Tanz, Yoga, Malen) ergänzen das Spektrum. Daneben werden auch gemeinsame Freizeitaktivitäten unternommen. Es finden regelmässige Teambesprechungen und Therapiekonferenzen, Supervision sowie regelmäßige Fort- u. Weiterbildung aller Mitarbeiter statt. Die Konferenzen dienen der Vernetzung der verschiedenen therapeutischen Angebote und dem optimalen Voranschreiten des Therapieprozesses unserer Patienten. Die ambulante Diagnostik und Behandlung erfolgt auf Überweisung des Kinder- oder Hausarztes. Für eine stationäre Behandlung ist eine Einweisung notwendig, die von den Krankenkassen genehmigt werden muss. Die Kosten der Behandlung werden von den Krankenkassen übernommen. Bei Kindern und Jugendlichen mit folgenden Erkrankungen ist ggfs. die Indikation für eine Behandlung in der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie gegeben:
Bei den aufgeführten Diagnosen kommt eine stationäre Behandlung in Frage, wenn ambulante und/oder teilstationäre Maßnahmen ausgeschöpft sind oder wenn diese aufgrund der Art und Schwere der aktuellen Symptomatik nicht ausreichen werden. Da wir innerhalb einer offenen Station arbeiten, angegliedert an die Schulkinder-Station, sind wir bei unseren Patienten auf eine Mindest-Motivation u. Bereitschaft zur Mitarbeit angewiesen. Hierzu finden klärende Vorgespräche statt mit Besichtigung der Station, auch um evtl. Ängsten und Bedenken aufgreifen und klären zu können. Kinder und Jugendliche mit folgenden Erkrankungen können nicht behandelt werden und werden ggf. in die Kinder- und Jugendpsychiatrie überwiesen:
![]() Mitarbeiter des Therapeuten-Teams
Station für Psychosomatik (PSO) der Darmstädter Kinderkliniken Prinzessin Margaret (PRIMA)
Im modernen Neubau der PRIMA befindet sich die Station für Psychosomatik für Kinder und Jugendliche. Ein multiprofessionelles Team betreut die Kinder und Jugendlichen rund um die Uhr. Auf der Station arbeiten Kinderkrankenschwestern, Pädagoginnen, Erzieherinnen, Praktikantinnen in therapeutischer und sozialpädagogischer Ausbildung sowie Mitarbeiterinnen im freiwilligen sozialen Jahr und Zivildienstleistende und eine Stationssekretärin. Außerdem nehmen die Kinder und Jugendlichen an Kreativ-, Sport-, Bewegungs- und Entspannungsangeboten teil und machen gemeinsame Ausflüge. ![]() Das PSO-Team wünscht einen erfolgreichen Aufenthalt. Ein Tag bei der PSOEin Bericht von L. P. & F. S. (Patienten) der Station für PsychosomatikMorgens um 7 Uhr werden wir Kinder & Jugendlichen der PSO von dem Weckdienst geweckt; dann der schläfrige Gang zur Cafeteria um halb acht. Von acht bis halb neun wird der so genannte "Wetterbericht" erstattet, d. h. jeder sagt, wie es einem gestern ergangen ist und wie es ihm heute geht. Nach der Gruppentherapie schauen wir dann auf unseren Wochenplan, den wir jedes Wochenende neu bekommen und gehen zu den entsprechenden Therapien. Wir haben verschiedene Therapien: Kunsttherapie, in der man viel malen, und noch anderweitig sehr kreativ sein kann. Musiktherapie, bei der man sich z. B. auf dem Schlagzeug auspowern kann. Die Musiktherapie ist bei (fast) allen Kindern & Jugendlichen sehr beliebt. Dann hat jeder noch seinen eigenen Therapeuten, der auf unsere jeweiligen Probleme spezialisiert ist. Die Gesprächstherapien sind sehr sinnvoll und können in schwierigen Situationen sehr helfen. Und es gibt noch die Schule. Es gibt 2 Lehrer. Bei der Lehrerin macht man verschiedene Sachen. Sie bastelt gerne und sie macht gerne mit einem Gehirnjogging. Beim Lehrer arbeitet man oft am Computer. Außerdem ist Dienstag ein toller Tag, weil da den ganzen Vormittag Sport gemacht wird. Wir machen verschiedene Sachen: Im Winter gehen wir in die Eissporthalle und laufen Schlittschuhe. Dann um halb zwölf gibt's Mittagessen in der Cafeteria. Dienstags gibt' immer Pommes und freitags Fisch. Von zwölf bis zwei Uhr muss dann jeder in ein Zimmer oder zu den Therapien. Mittags gibt's dann Angebote: z. B. ins Schwimmbad gehen, Kreatives … Außer dem Weckdienst gibt's noch den Wäsche- und Tischdienst. Dann wäre der Tag soweit rum, und es steht das Abendessen um sechs Uhr an, das in unserem Gruppenraum – der Kombüse stattfindet. Mittwochs wird mit Petra Langbein gekocht. Wir kochen abwechslungsreiches Essen, das wir (oft) selbst aussuchen können. An den anderen Wochentagen gibt es Brot. Der Tischdienst muss, außer mittwochs, den Tisch decken & abräumen. Mittwochs machen das die Leute, die nicht gekocht haben. Nach dem Abendessen sind die meisten oft sehr aufgedreht aber dann kehrt langsam Ruhe ein und wir können ab neunzehn Uhr Fernseher gucken. Ab zwanzig Uhr ist dann Zimmerruhe, wobei wir uns da meistens nicht dran halten:. Oft sind wir dann meistens noch in einem Zimmer und haben viel Spaß, bis wir dann von der Nachtschwester in unsere eigenen Zimmer geschickt werden. Dann gehen wir so langsam ins Bett und reden oft noch mit unseren Zimmergenossen. Allmählich wird das Licht ausgemacht und geschlafen. Gute Nacht! Musiktherapie![]() ![]() Manchmal reichen Worte allein nicht aus, um sich selbst zu verstehen....Ein einladender Raum voller Instrumente und Klangobjekte, manche davon kennt man von der Schule und manche sind gänzlich unbekannt und exotisch. Der Raum lädt zum Ausprobieren und zum Experimentieren ein: Die meisten Instrumente in der Musiktherapie kann man sofort spielen – ohne vorher üben zu müssen. Musik ist ja bekanntlicherweise die "Sprache der Gefühle", sie wird seit Menschengedenken als Ausdrucksform für Stimmungen und Befindlichkeiten genutzt. Was liegt also näher als jungen Menschen in Krisen diese Ausdrucksform anzubieten, ob durchs gemeinsame Erfinden oder durchs Anhören seiner eigenen persönlichen Musik. ![]() ![]() Info für Kinder und JugendlicheWährend eines stationären Aufenthaltes in der Psychosomatischen Abteilung hat jedes Kind und jeder Jugendliche einen festen Ansprechpartner, den Bezugstherapeuten. Mit ihm oder ihr findet die Einzeltherapie in der Regel dreimal pro Woche statt. Probleme, die Euch vielleicht aussichtslos erschienen, könnt Ihr hier mit Eurem Therapeuten besprechen und gemeinsam Lösungen finden. Es wird aber nicht nur gesprochen, sondern Ihr macht dort manchmal auch Übungen, wie z.B. Entspannungs- und Vorstellungsübungen, Malen und Zeichnen, ein Ess- oder Wuttagebuch führen, Rollenspiel für schwierige Situationen z.B. in der Schule, oder Ihr übt direkt schwierige Situationen, die Euch bisher schwer fielen, z.B. wieder in die Schule zu gehen. Es kommt natürlich immer darauf an, mit welchen Problemen ihr kommt, und welche Ziele ihr erreichen wollt.Der Bezugstherapeut spricht auch mit Euren Eltern, manchmal alleine mit ihnen, manchmal zusammen mit Euch, vor allem dann, wenn es viele Meinungsverschiedenheiten in der Familie gibt. Dann unterstützt er Euch darin, dass Ihr Euch wieder besser versteht und miteinander auskommt. Jeder kann hier seine Meinung sagen und was er sich wünscht und braucht, damit es ihm wieder besser geht. Außerdem finden auch Gruppentherapien statt. Hier seid ihr mit anderen Kindern/ Jugendlichen zusammen und könnt Euch gegenseitig darin unterstützen, Eure Ziele zu erreichen, z.B. wieder besser mit Gleichaltrigen auszukommen, Euch zu trauen Eure Meinung zu sagen, oder Eure Gefühle und Wünsche zu formulieren, oder einfach mal eine Rückmeldung von den anderen zu bekommen, wie sie Euch erleben. Manchmal gibt es hier auch Konflikte, und dann kann man gut ausprobieren, auf welche Art und Weise man sie am besten lösen kann. Dadurch fühlen sich viele nach einiger Zeit selbstsicherer und finden immer besser raus, wie sie als Mensch eigentlich sein möchten und was ihnen wichtig ist. Vielen tut es auch gut zu erfahren, dass andere auch (und vielleicht sogar ähnliche) Probleme haben und dass sie mit ihrer Meinung etwas bewirken können. Weil man so viel miteinander teilt, entstehen zwischen den Patienten auf Station oft Freundschaften. In der Therapie mit Kindern wird mit kindgerechten Materialien gearbeitet, z.B. gemeinsames Spielen, Malen, Pantomime, Phantasiereisen, Rollenspiele. Allgemeine Ziele sind hier, Euch in Eurer Ausdrucksfähigkeit, Autonomie und Selbstsicherheit zu stärken, aber auch in Euren sozialen Fähigkeiten. Im Einzelnen ist dies natürlich auch wieder abhängig vom individuellen Problem. Info für ElternUnsere therapeutische Arbeit im Team fußt auf einem ganzheitlichen Ansatz. Das bedeutet, dass die Symptomatik des Patienten immer als Ausdruck seines ganzen Wesens gesehen wird, so dass wir genetische, biologische, psychische, familiäre und soziale Komponenten berücksichtigen. Vor Beginn der psychotherapeutischen Betreuung erfolgt immer eine medizinische Abklärung eventueller organischer Ursachen für das Störungsbild.In der psychotherapeutischen Behandlung integrieren wir verschiedene psychotherapeutische Ansätze, z.B. tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, systemische Einzel- und Familientherapie, psychoanalytische Kinder- und Jugendlichentherapie, kreative Kindertherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, hypnotherapeutische und verhaltentherapeutische Methoden. So können wir individuell für jeden Patienten das Angebot schaffen, dass ihn bestmöglich in seiner Entwicklung unterstützt. Darüber hinaus finden regelmäßig Elterngespräche statt. Diese dienen dazu, dass Sie über den Behandlungsverlauf informiert sind, von uns Unterstützung bekommen, mit Ihrem Kind und seinen Symptomen umzugehen und eventuell neue Anregungen erhalten, wie Sie Ihr Kind bestmöglich fördern können. Die Ziele des stationären Aufenthaltes werden individuell mit Ihnen und Ihrem Kind besprochen. Allgemein geht es in der Regel um eine Reduktion der aktuellen Symptomatik (z.B. Schmerzen, Ängste, Depressionen), ungünstiger Problemlösestrategien und chronischer Risikofaktoren. Möglicherweise bisher unbewusste Konflikte können erarbeitet und angemessenere Strategien zur Lösungsfindung erprobt werden. Manchmal geht es auch um eine Verbesserung der Krankheitsbewältigung, z.B. bei Diabetes oder Neurodermitis. Gleichzeitig werden individuelle Kompetenzen, wie z.B. das Selbstwertgefühl, Eigenverantwortlichkeit und Körperbewusstsein gefördert. Auch die Entwicklung psychosozialer Fähigkeiten, wie z.B. Konfliktfähigkeit, Abgrenzungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Wertschätzung innerhalb der Gruppe ist uns ein zentrales Anliegen. Kunsttherapiefindet für Jugendliche und Kinder getrennt in Kleingruppen statt. Es besteht die Möglichkeit, sich dort ohne Bewertung oder Benotung mit bekannten und neuen kreativen Methoden auszudrücken bzw. auszuprobieren. Ideen der Teilnehmenden sind herzlich willkommen und werden gerne berücksichtigt.![]() ![]() ![]() Angeschlossen an die Abt. für Psychosomatik an der Darmstädter Kinderklinik ist das Projekt ANNA (ALLES – NUR NICHT AUFGEBEN)Junge Menschen in Krisen
Du… hast keine Kraft mehr? Wir… möchten gern mit Dir reden, bevor Du eine Entscheidung triffst. Wer wir sind -
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Krisentelefon: 0800 / 6688100Montag - Freitag, 15 - 16 Uhr Außerhalb dieser Zeiten ist bei unserem Kooperationspartner, der Telefonseelsorge, jederzeit jemand erreichbar unter: 0800 / 1110111 oder 0800 / 2220222 Terminvereinbarung zur Sprechstunde Montag bis Freitag von 11.00 - 16.00 Uhr unter: 06151 - 96 707 14 Sprechstundentermine: Donnerstags und Freitags von 16.00 - 17.00 Uhr. Offene Sprechstunden (auf Wunsch anonym): Montag, Dienstag, Mittwoch: 16.00 - 17.00 Uhr. Einfach vorbeikommen: Dieburger Straße 10 - 12 in Darmstadt Ansprechpartner Projekt ANNA: Dr. med. Norbert Kohl Kinderarzt, Kinder- und Jugendpsychiater, Psychotherapeut, Diplom-Pädagoge Email: norbert.kohl@kinderkliniken.de Frau Barbara Gansera-Baumann Diplom-Psychologin, Familientherapeutin Email: projekt.anna@t-online.de Das Projekt ANNA wird gefördert und unterstützt von: Claudia-Ebert-Stiftung Renate und Klaus Zimmer Stiftung Darmstadt Rotary Club Bensheim-Heppenheim Soroptimist Club Bensheim-Heppenheim |
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