Daten und Fakten:
Kinderklinik Prinzessin Margaret

Die Darmstädter Kinderklinik Prinzessin Margaret entstand durch einen Zusammenschluss der Kinderklinik der städtischen Kliniken und der des Alice-Hospitals (damals noch Eleonoren-Kinderklinik). Im letzten Jahr vor der Gründung 1996 wurden rund 2000 Patienten stationär behandelt. Heute werden mit zirka 5000 mehr als doppelt so viele Kinder und Jugendliche versorgt.

Der zweite Bauabschnitt der Darmstädter Kinderklinik Prinzessin Margaret ist ein sechsgeschossiges Gebäude auf 3600 Quadratmeter Fläche. Es umfasst die Aufnahme und Überwachung, Sozialpädiatrisches Zentrum , Intensivstation für größere Kinder, Tagesklinik, Kinderärztlicher Notdienst, Therapeuten der Psychosomatischen Abteilung, Verwaltung. Im Untergeschoss gibt es 29 Pkw-Stellplätze für Patienten. Investiert worden sind 13 Millionen Euro, davon 9,75 Millionen Euro vom Land und 3,25 Millionen Euro vom Alice-Hospital als Bauherrn. Gesamtkosten beider Bauabschnitte: 26 Millionen Euro. (red)

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Manfred Fleck
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Presse

Keine kleinen Erwachsenen

EinweihungKinderklinik Prinzessin Margaret nimmt Neubau in Betrieb - Kinderärztlichen Notdienst ab April

Darmstadt „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie brauchen eine andere Art der Zuwendung.” Diesem Wort des hessischen Sozialministers Stefan Grüttner hat das Alice-Hospital mit dem Neubau der Kinderklinik Prinzessin Margaret Rechnung getragen.

In Anwesenheit des Ministers und zahlreicher Gäste aus Politik und Wirtschaft ist am Freitag der zweite und letzte Bauabschnitt eingeweiht worden, womit „Alice-City”, wie Oberbürgermeister Walter Hoffmann in der Stadt kursierende Bezeichnungen zitierte, ein neues Zentrum hat „auf dem besten Standard, den man sich derzeit denken kann”. Das sechsgeschossige weiße und mit bunten Farbstrichen aufgelockerte Gebäude an der Dieburger Straße beherbergt auf einer Fläche von rund 3600 Quadratmeter unter anderem ein Sozialpädiatrisches Zentrum, eine Intensivstation für größere Kinder, eine Tagesklinik, eine Psychosomatische Abteilung sowie einen Kinderärztlichen Notdienst.

Dank an Silke Lautenschläger

Mittlerweile ist es schon ein „mittelständisches Unternehmen mit einem Umsatz von 20 Millionen Euro”, wie der kaufmännische Geschäftsführer Dr. Richard Röhrig bei der Einweihungsfeier mitteilte, aber es dient - so Sozialminister Grüttner - natürlich „vordergründig der Hinwendung zum Menschen”. Trotzdem wäre ohne die finanzielle Förderung des Landes der Neubau nicht zu realisieren gewesen, hob der Geschäftsführer heraus und würdigte dabei besonders das Engagement der früheren Sozialministerin Silke Lautenschläger.

Alles unter einem Dach

Röhrig wie später auch Dr. Bernhardt Lettgen, Geschäftsführer der Kinderkliniken Prinzessin Margaret, wiesen darauf hin, dass mit der Realisierung des zweiten Bauabschnittes schafft der dringend benötigte Raum für bestehende und neue Schwerpunkte der Kinderheilkunde geschaffen worden sei. Der Neubau - errichtet auf dem Gelände seines Vorgängers, der Eleonoren-Kinderklinik - ermöglicht es, alle Funktionsbereiche, die momentan über mehrere Häuser und angemietete Flächen verteilt sind, an zentraler Stelle zusammenzufassen.

Neu sind die psychosomatische Tagesklinik und der Kinderärztlichen Notdienst, der wahrscheinlich erst im April seinen Dienste aufnehmen wird. Dies kommt den kleinen Patienten mehrfach zugute. Dr. Lettgen wies darauf hin, dass es immer mehr Kinder mit akuten Krisen gebe, zum andern könne durch die psychosomatische Tagesklinik sowie die Kapazitätserweiterung des Sozialpädiatrischen Zentrums die Wartezeit der Patienten erheblich gekürzt werden.
Architekt Diethelm Lang ließ die Entwicklung des Neubaus Revue passieren und überreichte dann einen übergroßen Schlüssel an Dr. Röhrig, der ihn an Dr. Lettgen weiterleitete, der ihn wiederum der Patientin Vanessa Schütz übergab.

Mit der Bitte um weitere Spenden trat die Vorsitzende des Fördervereins Darmstädter Kinderkliniken, Gabriela Hoffmann, ans Mikrofon. Grund: Der Geldbeutelinhalt des Vereins ist zur Neige gegangen. Allein den zweiten Bauabschnitt hatte der Förderverein mit 350 000 Euro gesponsert.

Zweites Spielzimmer

Ausführlich ging Dr. Bernhardt Lettgen auf die Leistungen ein, die in den Kinderkliniken nun möglich sind. Nach der Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes können zudem im Bereich des ersten Zimmer geräumt werden (Dysphagie, Sekretariat, Ambulanzräume), die dann ihren eigentlichen Funktionen gewidmet werden können. Erfreulich sei, dass nun auch ein zweites Spielzimmer und ein Aufenthaltsraum für Eltern realisiert werden können.

Eingebettet waren die Ansprachen in zwei musikalische Beiträge, die - so Dr. Röhrig - die therapeutische Bedeutung der Musik veranschaulichte. Begleitet vom Musiktherapeuten Christian Gessner am Klavier interpretierte zu Beginn die junge Patientin Vanessa Schütz eines der schönsten zeitgemäßen „Hallelujah”, nämlich das von Leonhard Cohen.

Mit „A 1000 miles” von Vanessa Carlton beendete Ex-Patientin Viona Wieg den Rede-Reigen, damit Sozialminister Stefan Grüttner, Oberbürgermeister Walter Hoffmann, die Fördervereins-Vorsitzende Gabriela Hoffmann zusammen mit der jungen Patientin Magdalena das obligatorische rotes Band durchschneiden konnten. Siegfried Schikora

Main Echo vom 25. Januar 2011