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Manfred Fleck
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Presse

Warum es sich lohnt, für „Anna” zu spenden

WirkungJugendliche verlieren ihre Angst, können besser schlafen, fühlen sich verstanden

Ein Mädchen, das suizidgefährdet war, schreibt über das Projekt „Anna”: „Nach den Gesprächen mit den Psychologen habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich ruhiger schlafen konnte. Davor bin ich jede Nacht um dieselbe Zeit mit Angstgefühlen aufgewacht. Ich glaube, dass die Gespräche mit den Therapeuten und innerhalb der Familie sehr viel bewegt haben.”

Ein Junge gibt die folgende Rückmeldung: „Anfangs wollte ich mich mit keinem Psychologen einlassen und meine Gedanken nicht mit so jemandem teilen, doch nach ein paar Gesprächen merkte ich, dass ich ausgeglichener war als davor.

Durch die Gespräche mit Psychologen wurden Diskussionen in der Familie ausgelöst, deren Resultate ein friedliches Zusammenleben ohne Geheimnisse ermöglichten. Für meine Eltern waren die Psychologen so etwas wie Dolmetscher, die meinen Eltern meine Gefühlssprache und -welt vermittelten und zu verstehen halfen”.

Eine Mutter begründet, warum es sich lohnt, für „Anna” zu spenden: „In Notsituationen kümmert sich kein Psychotherapeut spontan und sofort um suizidgefährdete Kinder und Jugendliche. Die Hilfe besteht oft im Delegieren der Verantwortung durch die Einweisung in die geschlossene Psychiatrieabteilung. Termine gibt es erst nach monatelanger Vorlaufzeit. Da kann es schon zu spät sein.

Eltern sind oft sehr hilflos, wie sie mit diesen Situationen umgehen sollen. Der Schock und die Angst lähmen sie. Betroffene Kinder, Geschwister und Eltern brauchen sofort Hilfe, ohne sich um Termine oder Finanzierung durch die Krankenkassen kümmern zu müssen. Hier geht es primär um das existenzielle Überleben und Weiterlebenkönnen.”

Darmstädter Echo vom 06. November 2010